Schulfach Glück

Mathe? Bio? Sport? In 100 Schulen in Deutschland und Österreich können Schüler seit zehn Jahren auch das „Schulfach Glück“ als Lieblingsfach benennen. Kein Scherz! Das Schulfach Glück gibt es wirklich!
Ernst Fritz-Schubert hat als Schulleiter der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg im Jahr 2007 das Unterrichtsfach »Glück« mit Zustimmung des Kultusministeriums eingeführt.  Seine logische Antwort auf eine weit verbreitete Schulangst sowie  auf Sorgen und (Zukunfts)-Ängste, die sich oftmals in Form von Verhaltensauffälligkeiten und Gewalt, Schulschwänzen, übermäßigem Konsum von Süßigkeiten etc. sichtbar machten.

Lebenskompetenz und Lebensfreude

Das Schulfach Glück soll Lebenskompetenz und Lebensfreude vermitteln und sowohl die Persönlichkeit der Schüler stärken als auch deren Gesundheit. Darüber hinaus soll der Glücksunterricht den Jungen und Mädchen helfen, ihre eigenen Potenziale und die Freude am eigenen Tun zu entdecken. Eine Hilfe, um selbst zu einem gelingenden Leben zu finden. Im Unterricht lernen Schüler mit unterschiedlichsten Methoden wie Glück sich anfühlt.


Lernziele

Als Lernziele definiert Fritz-Schubert:  Selbstsicherheit, Zuversicht, Leistungsfreude, Selbstvertrauen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Besser lernen – weniger streiten

Ein Konzept das aufzugehen scheint. Inzwischen gibt es rund 100 Glücksschulen in Deutschland und Österreich und die Nachfrage steigt weiter. Nicht zuletzt vermutlich deshalb, weil verschiedene Evaluationen und Berichte bestätigen, dass Schüler nach dem Glücksunterricht glücklicher sind und sich der Unterricht auf das affektive Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl  der Schüler positiv auswirkt.  „Glückliche Schüler streiten weniger, sind kreativer, lernen leichter und wissen, worauf es im Leben wirklich ankommt“, ist sich Fritz-Schubert sicher.